Rückblick auf die Präsenz von FGV Europe bei der Raw Materials Week 2025 in Brüssel

Letzte Woche, vom 17. bis 21. November, nahm Marco Contardi — Project Development Manager für Energie, kritische Rohstoffe (CRMs) und Nachhaltigkeit bei FGV Europe — an der brasilianischen Delegation der Raw Materials Week 2025 in Brüssel teil, die von ApexBrasil koordiniert wurde.

Die Mission zielte darauf ab, neue Chancen in kritischen Mineralien wie Lithium, Nickel, Kobalt, Mangan und Seltenen Erden vorzustellen – zentrale Rohstoffe für die Energiewende, den Verteidigungssektor und hochwertige industrielle Wertschöpfungsketten – sowie die Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission, europäischen Finanzinstitutionen, Unternehmen und Investoren zu vertiefen.

Die hochrangige Delegation umfasste unter anderem:
Anna Repezza und Marcos Souza Vale von ApexBrasil; Alex Figueredo und Guarany de Moraes vom ApexBrasil Europe Office; Júlio Nery vom IBRAM – Brazilian Mining Institute; Gustavo Santos Masili vom MME; Osorio Coelho Neto vom MCTI; Pedro Paulo Dias Mesquita vom BNDES – The Brazilian National Development Bank; sowie Prof. André Carlos Silva von der Federal University of Catalão (UFCAT).

Die Teilnahme brasilianischer Institutionen, Organisationen und Unternehmen an der EU–Lateinamerika-Sitzung zu kritischen Rohstoffen sowie an der Abschlussveranstaltung der Raw Materials Week unterstrich die zentrale Rolle Brasiliens in globalen CRM-Wertschöpfungsketten und seine wachsende Bedeutung als strategischer Lieferant für die grüne Transformation.

Am Mittwoch, dem 19. November, fand im Rahmen des Side-Events „Brazil as a Strategic Partner for Sustainable Value Chains in Critical Raw Materials“ das Panel „Green Industrial Corridors: Brazil–Europe Cooperation“ statt, moderiert von Marco Contardi, mit den Referentinnen und Referenten Anne Oxley (Brazilian Nickel), Pablo Ortega Van Giel (AMG Lithium GmbH), Natascha Nunes da Cunha (DG INTPA, Europäische Kommission) und Flérida Regueira Cortizo (Germany Trade & Invest). Die Diskussion hob drei zentrale Punkte hervor:

  • Grüne Industriekorridore können eine integrierte End-to-End-Wertschöpfungskette zwischen Brasilien und Europa ermöglichen und die Abhängigkeit von Drittstaaten reduzieren.

  • Midstream-Investitionen in Brasilien können erheblichen Mehrwert schaffen, indem sie mineralische Rohstoffe und reichlich vorhandene erneuerbare Energie nutzen, während Downstream-Aktivitäten näher an den Verbrauchermärkten verbleiben.

  • Ein erfolgreiches Rahmenwerk erfordert starke Regulierung und Industriepolitik sowie unterstützende Infrastruktur, Industrieparks, F&E-Zentren und integrierte Finanzierungsmechanismen.

Die Reihe der Treffen, die die Delegation absolvierte, erwies sich als äußerst relevant und wirkungsvoll und führte zu mehreren konkreten Ergebnissen:

  • Fortschritt in den Verhandlungen über ein Memorandum of Understanding (MoU) zwischen der brasilianischen Regierung und der Europäischen Kommission für eine strategische Partnerschaft zu nachhaltigen Wertschöpfungsketten für Mineralien und Metalle, mit Fokus auf Wertschöpfung und Verarbeitung kritischer Mineralien in der Nähe der Abbaugebiete — nach Vorbildern bereits bestehender Partnerschaften mit Australien, Kanada, Chile und Südafrika.

  • Identifizierung finanzieller Möglichkeiten für Unternehmen aus dem von ApexBrasil und IBRAM definierten Investitionsportfolio, darunter AGM Lithium, Brazilian Nickel und ACLARA, zur Unterstützung nachhaltiger Upstream-Bergbauprojekte und Midstream-Mineralverarbeitung.

  • Einleitung des brasilianischen Assoziierungsprozesses zur European Co-funded Partnership on Raw Materials for the Green and Digital Transition, einem Horizon-Europe-Anwendungsforschungsprogramm mit einem Budget von über 300 Millionen Euro.

  • Aktivierung strategischer und technischer Unterstützung durch die DG INTPA CRMs Facility, verwaltet von EIT InnoEnergy und EIT Raw Materials, um brasilianische Unternehmen bei der Qualifizierung als „Strategic Projects“ im Rahmen der EU-Verordnung zu kritischen Rohstoffen zu unterstützen und ihnen potenziellen Zugang zu Finanzierungen der Europäischen Kommission und der Europäischen Investitionsbank zu eröffnen.

FGV Europe freut sich darauf, diese Agenda gemeinsam mit unseren Partnern in Brasilien und Europa weiter voranzubringen.

Vielen Dank an ApexBrasil Brüssel sowie an alle Partner und Mitwirkenden.

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