Das EU-Mercosur-Abkommen ist in eine neue und unsichere Phase eingetreten. Obwohl es am 17. Januar 2026 offiziell unterzeichnet wurde, hat die Entscheidung des Europäischen Parlaments, das Abkommen zur rechtlichen Prüfung an den Europäischen Gerichtshof zu verweisen, den Ratifizierungsprozess faktisch eingefroren. Das endgültige Urteil könnte bis zu zwei Jahre auf sich warten lassen.
In dieser Lab-Session diskutieren politische Entscheidungsträger, Ökonomen und Vertreter relevanter Interessengruppen aus der EU und den Mercosur-Staaten über die weiteren Perspektiven: Ist eine vorläufige Anwendung des Abkommens rechtlich und politisch realistisch? Was bedeutet diese anhaltende Blockade für die Zukunft der EU-Mercosur-Beziehungen? Welche breiteren strategischen Implikationen ergeben sich für die EU-Handelspolitik in einer Zeit zunehmender geopolitischer Konkurrenz, sich verändernder Allianzen und der Neuausrichtung globaler Lieferketten?
Referentinnen und Referenten
- Cinzia Alcidi – Moderatorin, Senior Research Fellow und Leiterin der Units Economic Policy sowie Jobs & Skills, CEPS
- Paolo Garzotti – Mercosur-Verhandlungsführer, GD Handel, Europäische Kommission
- Eleonora Catella – Stellvertretende Direktorin, BusinessEurope
- Pedro Miguel da Costa e Silva – Botschafter Brasiliens bei der EU, Botschaft Brasiliens bei der EU
- Mariana Fleischhauer – Ökonomin, Leiterin der Repräsentanzen der Fundação Getulio Vargas in Europa, FGV Europe
- Vladimír Bärtl – S. E., Botschafter und Ständiger Vertreter der Tschechischen Republik bei der EU
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Ort:Location:
Place du Congrès , Bruxelles, 1000


